Turm in Turm-Lösung rückt näher

Die Homburg thront seit mehreren Jahrhunderten auf einem über 400 Meter hohen Gipskegel zwischen Stadtoldendorf, Eschershausen und Lenne, noch heute ist sie als Ruine vorhanden. Nachdem 2009 die Aussichtsplattform des Bergfriedes aufgrund akuter Einsturzgefahr gesperrt werden musste, gründete sich 2012 ein Förderverein mit dem Ziel, Burgruine und Umfeld aufzuwerten sowie den Turm wieder begehbar zu machen. Mit der Erstellung eines touristischen Konzeptes hat der Förderverein jetzt offenbar einen großen Durchbruch erzielt.

Touristisches Konzept zur Homburg liegt in Kürze vor

Vor kurzer Zeit fand nämlich die Präsentation des Tourismuskonzeptes für die Homburgruine statt. Die Veranstaltung wurde vom Förderverein Homburg e.V. und der Stadt Stadtoldendorf organisiert. Man endete mit einem Durchbruch: Es soll die touristische Nutzung der Homburg vorangetrieben, zeitnah der Bergfried gesichert und ein Turm aus einer Stahlkonstruktion in den alten Turm hinein gebaut werden. „Damit haben wir die „Turm in Turm“-Lösung. Es soll sich wieder lohnen, die Homburgruine zu besuchen und die Aussicht zu genießen“, sagt stolz der Bürgermeister der Stadt Stadtoldendorf Helmut Affelt, zeitgleich auch Vorsitzender des Fördervereins Homburg.

Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), die Eigentümerin der Burgruine ist, die denkmalgeschützte Anlage sichern zu lassen und so den Zugang für die Bevölkerung zu ermöglichen. Diesem Ziel hat man sich stark genähert. Bei der Tagung war der Direktor der Stiftung, Tobias Henkel, mit zwei weiteren Mitarbeitern anwesend. „Man muss dankenswerter Weise anerkennen, dass Stadtoldendorf seine Hausaufgaben gemacht hat. Das Tourismuskonzept zeigt deutlich, dass die Chance einer nachhaltigen Nutzung besteht. Außerdem kann die Homburgruine nur dann einer touristischen Nutzung zugeführt werden, wenn ein begehbarer Turm vorhanden ist“, so Tobias Henkel. So hat sich die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz nun das Ziel gesetzt, in den Jahren 2017 und 2018 die Planungen und Antragsstellungen für eine Förderung vorzunehmen. Schon 2019 könnte dann aus den Planungen Realität und der Turm im Turm gebaut werden.

„Das werden wir verändern“

Das Gelände der Burgruine Homburg ist seit 2009 aufgrund akuter Einsturzgefahr des Turmes in Teilen gesperrt, noch vorhandene Mauerreste verwittern, eine stark eingeschränkte Sichtbarkeit durch den dichten Buchenwald lässt die Burgruine leider immer mehr in Vergessenheit geraten. „Das wollen wir ändern! Und jetzt kann man sagen: Das werden wir verändern, der Stiftung sei Dank“, so der Vorsitzende des Fördervereins Homburg e.V., Helmut Affelt. Der Verein war von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz beauftragt worden, im Rahmen der geplanten Sanierung der Burgruine Homburg ein schlüssiges Konzept zur nachhaltigen touristischen Nutzung des Geländes und der Burgruine zu erstellen.

Das Konzept wurde jetzt vielen Akteuren präsentiert, unter ihnen Vertreter des Landkreises Holzminden aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Natur- und Denkmalschutz und Archäologie, der örtlichen Gipsindustrie, Vertreter der angrenzenden Städte Eschershausen und Stadtoldendorf, der Gemeinde Lenne sowie den Mitgliedern des Vereinsvorstandes. Die Erkenntnisse der touristischen Studie, die demnächst auch schriftlich vorliegen wird, sollen in die weitere Planungen mit einbezogen werden.

Die Burgruine Homburg ist ein Anlaufpunkt für Wanderer, Bürger und Besucher der Region. Den Turm als Aussichtsplattform wieder begehbar zu machen, ist eines der Kernziele des Konzeptes. Des Weiteren haben bereits erste Planungen für einen Erlebnispfad auf verschiedenen Wegen hinauf zur Homburg begonnen. Dazu wird es konkrete Absprachen zwischen der Stadt Stadtoldendorf, dem Förderverein Homburg und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz zur Ausgestaltung geben.

Text/Foto: Sebastian Rustenbach

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