Zeitleiste

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Die Tabelle entstand unter Verwendung der Texte von: Chronik 2000 Jahre, dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Dürre, Eggeling, Leiber, Meyer, Ohainski, Partisch, Rauls, Reuschel, Rustenbach, Schnath, Schreiber, Stapel, Wikipedia.

Geschichte zur Homburg A.D. Geschichte drumherum

9 Der Cheruskerfürst Arminius besiegt die römische Armee unter Varus.

16 Der römische Kaiser Tiberius unterwirft die Germanen bis zur Elbe und gibt den germanischen Norden verloren. Einigungsversuche der germanischen Stämme (Markomannen, Lugier, Quaden, Hermunduren, Semnonen, Langobarden) unter Marbod, als auch seines Konkurrenten Arminius scheitern.

43 Südengland wird römisch.

84 Der römische Limes (befestigter und bewachter Grenzwall) wird gebaut. Er soll die römischen Gebiete vor den Chatten (germanischer Stamm) schützen. 550 km des Limes sind im Jahr 160 fertiggestellt.

90 In China wird das Papier erfunden.

98 Der römische Historiker und Senator Tacitus veröffentlicht „Germania“, seine Schilderung germanischer Sitten und Gebräuche.

115 Das römische Reich hat seine größte Ausdehnung.

200 Der griechische Arzt Galen fasst das medizinische Wissen seiner Zeit zusammen, welches medizinische Grundlage bis ins Mittelalter bleibt.

240 Westgermanen schließen sich zu großen Stammesverbänden zusammen. Zug der Franken durch Gallien, Spanien bis Marokko.

280 Franken besetzen Bataver-Gebiet an der Rheinmündung. Trier ist Regierungssitz des römischen Reiches (Porta Nigra).

300 Einführung der Weinrebe.

355 Franken erobern die römischen Rheinfestungen Bonn, Köln, Trier, Xanten, Andernach.

375 Die aus dem Osten einfallenden Hunnen eröffnen die Zeit der Völkerwanderung.

482 Der Merowinger Chlodwig wird König in Frankenland und erobert den Rest des römischen Galliens.

500 Die Zeit von 500 bis 1050 wird das Frühmittelalter genannt. Die Epoche der Merowinger, Karolinger und Ottonen.

531 Franken und Sachsen besiegen Thüringen. Nördlich der Unstrut siedeln sich Sachsen an.

532 Mönch Dionysius Exiguus datiert erstmals die Zeit als „nach Christi Geburt“.

542 Die Justinianische Pest breitet sich im gesamten Römerreich aus.

583 Einführung des Gregorianischen Kalenders in katholische Länder.

622 Beginn der mohamedanischen Zeitrechnung.

650 Der kleinste arabische Maßstab ist die Dicke eines Kamelhaares (0,65 cm).

700 In Indien wird die Null in die Mathematik eingeführt.

744 Kloster Fulda wird gegründet.

782 Karl der Große ersetzt die Gauordnung durch die Grafschaftsordnung unter weitgehender Beibehaltung der geografischen Grenzen und der Eigenständigkeit der Bistümer und Klöster.

789 Karl der Große führt das Karlspfund ein (360 – 370 g).

800 Karl der Große wird Kaiser, also höchster Würdenträger über den Königen.
Entstehung der gefälschten Urkunde „Konstantinische Schenkung“. Sie untermauert bis ins 15. Jahrh. die Oberherrschaft des Papstes an geistlichen Belangen und politisch über Rom, Italien, das westliche römische Reich und das gesamte Erdenrund.
Ludwig der Fromme gründet Hildesheim und Halberstadt. Als wichtigstes sächsisches wird Kloster Corvey gegründet (Mutterkloster Corbie).
Indizien deuten auf die Existenz des Dorfes Oldendorp, das spätere Stadtoldendorf hin.
822

841 Beginn der sprachlichen Teilung des Frankenlandes in einen französischen und deutschen Teil.

843 Vertrag von Verdun. Die Söhne Karls des Großen teilen das Reich: Kaiser Lothar nimmt das Mittelreich „Kegelbahn“ (Nordsee über Burgund bis Golf von Gaeta, mit Aachen und Rom), Ludwig der Deutsche nimmt das Ostfrankenreich, Karl II. Der Kahle nimmt das Westfrankenreich.

845 Die Normannen zerstören Hamburg.

850 Das fränkische Heer entwickelt sich zum Reiterherr, woraus allmählich der begüterte Ritterstand entsteht.

900 Arabische Ärzte destillieren erstmals Wein zu Alkohol.

907 Unter Führung von Arpad (896-907) führen die Ungarn (sieben Magyarenstämme) Feldzüge u.a. gegen das ostfränkische Reich. Durch die Schwäche Königs Ludwig das Kind (893-911) gruppieren sich die Betroffenen selbst – die Stammesherzogtümer Sachsen, Thüringen, Bayern, Schwaben, Lothringen und Franken entstehen.

919 Heinrich I. wird König und gilt als Gründer des „Regnum Teutonicorum“- Reich der Deutschen.
Das Geschlecht der Billunger herrscht über das Herzogtum Sachsen bis 1116. 950
Die Damen Friderun und Imma aus dem billungischen-wichmannischen Grafenhaus gründen das Nonnenkloster Kemnade. 1046 wird die dann fertig erbaute Kirche geweiht. 960

973 Roswitha von Gandersheim schreibt Epen über die Taten Kaiser Otto I. der Große (*912 †973).
Die Grenzbeschreibung des Bistums Hildesheim erwähnt neben dem "castellum wikanaveldisten" auch Holenberg.
Gaufürsten waren die Billunger, nämlich Bernhard I. von Billungs († 1011 in Corvey), er war der Sohn von Hermann von Billungs († 973). Der Urahn dieses Herzogengeschlechts war Amelung.
Das „castellum wikanaveldisten“ lag wohl auf dem militärstrategisch wichtigen hohen Berg und die Hohe Burg = Homburg dürfte ein Erneuerungsbau sein.
980
Der Ort namens „Rothe“, welcher „in Wikanavelde“ liegt, ist urkundlich erst 1004 nachweisbar. Rothe fiel zwar wüst, jedoch entstand wahrscheinlich bereits nach 800 in diesem Bereich der Ort „Holzhausen“, das heutige Holzen. 1004 Entstehung der romanischen Baukunst: Rundbögen, dicke, festungsartige Mauern mit kleinen Fenstern sowie Würfelkapitelle auf den Säulen.
Erst um 1130 wird sie durch die Gotik abgelöst.
Das Erzbistum Mainz übergibt das Grafschaftsrecht über Greene dem Stift Gandersheim.
Greene gehörte als Grenagau zum Guilbergigau.
1024 Das Ehelosigkeitsversprechen (Zölibat) für Priester wird allgemeinverbindlich von Papst Benedikt VIII. und Kaiser Heinrich II. angeordnet.
Erste Erwähnung: am 2. Juli bestätigt Kaiser Konrad II. die Besitzungen des Mindener Martinstifts über den Hof in Westerbrak. 1033
Herzog Otto von Northeim stirbt. Er hat aber vorher sein Gut „Amelungesbrunnen“ dem von ihm gegründeten Benediktinerkloster in Northeim vermacht. 1038
In der Hildesheimer Lebensbeschreibung „Vita Godehardi“ wird der Ort Ascgereshuson als Rastplatz erwähnt. Höchstwahrscheinlich ist damit das heutige Eschershausen gemeint. 1054 Die Zeit von 1050 bis 1250 wird das Hochmittelalter genannt.
Die Zeit der Salier und Staufer.
König Heinrich IV. verleiht der Hildesheimer Kirche das Jagdrecht (Wildbann) über die 'forestes' links der Leine. 1062 König Heinrich IV. wird vom Erzbischof Anno von Köln unter Mitwirkung Ottos von Northeim entführt.

1070 Otto von Northeim (Herzog von Bayern) werden Mordabsichten zu König Heinrich IV. unterstellt.
Otto baut zur Absicherung seines Besitzes Burgen zwischen Harz, Thüringen, macht Goslar zur Winterresidenz.

1073 Otto von Northeim führt einen Aufstand sächsischer und thüringischer Feudalherren gegen König Heinrich IV. an.

1074 König Heinrich IV. muss sich den Bedingungen beugen und soll seine Schutzburgen zerstören.
Er zögert dies aufgrund der Unruhen zu lange hinaus. Aufgebrachte Bauern vernichten daraufhin in Eigeninitiative die Harzburg.

1077 König Heinrich IV. tritt den „Bußgang nach Canossa“ an, nimmt die Absetzung des Papstes Gregor zurück, um von dessen Bann gelöst zu werden.

1084 König Heinrich IV. belagert Rom, ernennt einen Gegenpapst Clemens III, welcher ihn zum Kaiser krönt.

1096 Erster Kreuzzug. Der Beginn wird begünstigt durch a) dem Hungerelend entfliehende Bauern, b) durch von zu kleinteilig vererbten Lehen verarmten Rittern, c) durch Handelsprofiteure.
Judenprogrome am Rhein „Taufe oder Tod“ - Heinrich IV. muss gegen die Gräuel und Entvölkerung einschreiten.
Vlämische Einwanderer kolonisieren durch Waldrodungen in unserer Gegend. Als sogenannte „Häger“ endeten ihre Siedlungsnamen häufig auf „-hagen“. Zweite Einwanderungswelle 1135. 1100

1104 Der zweite Sohn Kaiser Heinrichs IV., König Heinrich V. nimmt seinen Vater gefangen und zwingt ihn zur Abdankung.
Die Politik Heinrichs IV. schien Heinrichs V. Thronchancen zu verspielen. Heinrich V. stirbt jedoch 1125, bevor die Abdankung endgültig entschieden ist.
Am 23. August stirbt mit Magnus von Billungs, ein Enkel Bernhard I., das Geschlecht der Billunger stirbt aus, und der Besitz der Homburg geht auf das Grafengeschlecht der Northeimer über. 1106

1111 König Heinrich V. macht seinen ersten Italienzug und setzt Papst Paschalis I. gefangen, welcher ihn dann notgedrungen zum Kaiser krönt.
Siegfried von Bomeneburg (Boyneburg) wird in einer Urkunde als Abt von Corvey erwähnt.
Zu dieser Zeit hatten die Eversteiner Grafen ihren Sitz auf dem Everstein zwischen Negenborn und Golmbach.
1113

1115 Kaiser Heinrich V. wird bei der Schlacht am Welfesholze bei Mansfeld von Lothar von Süpplinburg (Herzog von Sachsen) besiegt.

1116 Papst und Gegenpapst – das Papsttum bleibt jetzt nachhaltig erschüttert.

1125 Kaiser Heinrich V. stirbt. Ein Jahr später wird Lothar von Süpplinburg König.

1126 König Lothar von Süpplinburg belehnt seinen zukünftigen Schwiegersohn, Welfe Herzog Heinrich den Stolzen von Bayern, mit dem Herzogtum Sachsen.
Ein Jahr später heiratet Heinrich der Stolze, 25 jährig, die 17 jährige Gertrud – Tochter von Lothar und Richenza. 1129/30 Geburt Heinrich des Löwen.

1127 In Deutschland werden die ersten Ritterturniere ausgerichtet. Dieser Wettkampf stammt aus Nordfrankreich.
Erste urkundliche Erwähnung der Homburg.
Auf dem Fürstentag in Goslar nennt sich Siegfried IV., der letzte Graf von Northeim, Graf von Homburg und Bomeneburg (Boyneburg).
Er hat die Homburg zum Schutz seiner eigenen umliegenden Besitzungen und des von ihm gegründeten und in diesem Jahr erstmalig erwähnten Zisterzienserkloster Amelungsborn gebaut.
1129 In China Benutzung des Kompasses zur Navigation.

1133 König Lothar wird von Papst Innozenz II. zum Kaiser gekrönt. Auf dem Rückweg von Italien verwüstet er Schwaben. Herzog Friedrich II. von Schwaben unterwirft sich.
Die Hägerrechte werden den niederländischen Zuwanderern verbrieft: Jura Hegerorum. Noch 1383 dürfte Stroit aufgrund des dort abgehaltenen Hägergerichts die bedeutendste Hägerische Ansiedlung im Homburgischen gewesen sein 1134 Kaiser Lothar kolonisiert Norddeutschland: Nordmark, Mark Meissen, Grafschaft Holstein, Pommern und Rügen.

1137 Kaiser Lothar stirbt mit 62 Jahren und bestimmt Herzog Heinrich der Stolze von Bayern als Nachfolger.

1138 Zum König wird jedoch der Staufer Konrad III. gewählt.

1139 Herzog Heinrich der Stolze stirbt überraschend mit 40 Jahren. Sein Bruder Welf VI. führt den Kampf für den zehnjährigen Herzogssohn Heinrich den Löwen weiter.
In einer Urkunde wird neben Siegfried von Bomeneburg auch ein Berthold von Homborch genannt. Dieser war als sogenannter Lehensmann (bzw. Burgmann) von Siegfried spätestens in diesem Jahr eingesetzt worden. 1141 Kaiser Lothars Witwe, Kaiserin Richenza von Northeim, stirbt mit 53 Jahren.
Am 27. April stirbt Siegfried IV. und die Homburg wird als Erbgut an Hermann von Winzenburg verkauft. Hermann wird wegen eines Mordes seiner Allode (Freigüter) für verlustig erklärt, erhält die Homburg aber 1150 als Hildesheimer Lehen zurück. 1145
Judith von Bomeneburg (Enkelin des Herzog Otto von Northeim) treibt als Äbtissin in Kemnade ihr Unwesen seit 1139. Erst Kaiser Konrad III. und Papst Eugenius III. machen dem Treiben ein Ende. Auch ihr Bruder Heinrich verstieß in seiner kurzen Zeit als Abt von Corvey gegen alle Regeln. Ihr zweiter Bruder war Siegfried, Graf von Homburg, Gründer von Amelungsborn. 1146

1147 Der zweite Kreuzzug, diesmal u.a. unter König Konrad III. scheitert kläglich. Das Papsttum als Vollstrecker des göttlichen Willens wird dadurch weiter erschüttert.
Die Homburger nennen sich nun "liberi homines" (Freiherrn) – seit 1129 waren sie Ministeriale.
Am 8. Mai wird die Homburg an Bischof Bernhard von Hildesheim als ewiges Eigentum abgetreten und als Lehen zurück empfangen. Zu ihr gehören 200 Hufen Land (ca. 1500 Hektar) und Hunzen, Ulrichshagen, Ostersen, Arholzen, Schorborn und Allersheim.
1150
Hermann II. von Winzenburg und seine Gattin werden von ihren Dienstleuten auf der Winzenburg ermordet. Der eine Mörder wird 1156 enthauptet, der andere, Graf Heinrich von Bodenburg wurde bei einem Gottesurteil im Zweikampf besiegt und ging in das Kloster Neuwerk zu Halle. Durch die Abstammung mütterlicherseits von den Grafen von Northeim, bemächtigt sich Heinrich der Löwe der Homburg.
Nach dem Tode Hermann von Winzenburg schlagen die Homburger Greene zu ihrem Territorialbesitz.
1152 König Konrad III. stirbt und bestimmt seinen Neffen Friedrich von Schwaben zum Nachfolger. Er regiert als König Friedrich I. Barbarossa.
In einer Urkunde des Papstes Hadrian wird erstmals Lüerdissen als ‚curia Luitheressen‘ erwähnt, als der dortige Zehnte dem Kloster Kemnade verliehen wurde. 1154 König Barbarossa wird von Papst Hadrian IV. zum Kaiser gekrönt.
Kloster Amelungsborn erwirbt den Zehnten in Allersheim und beginnt damit, nach und nach alle dortigen Bauernhöfe zu erwerben und auf eigene Rechnung zu betreiben – hauptsächlich für den eigenen Getreidebedarf. 1155

1156 Von Bayern wird das Herzogtum Österreich abgetrennt – erstmalig nicht stammesrechtlich, sondern gebietsbezogen. Heinrich der Löwe behält Restbayern.

1157 Reichskanzler Rainald von Dassel und der päpstliche Gesandte, Kanzler Roland von Siena, streiten auf dem Reichstag zu Besancon heftig darüber, ob die Kaiserkrone eine päpstliche Gabe sei.

1158 Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen gründet München, welches das Marktrecht, das Münzrecht und die Zollbrücke erhält.
Kloster Amelungsborn erwirb zwei Salzquellen in Salzhemmendorf. 1165 Bei König Heinrich II. von England vermittelt Reichskanzler Rainald von Dassel für Kaiser Lothar die Hochzeit Herzog Heinrich d. Löwe und Mathilde von England.

1166 Heinrich der Löwe errichtet als Symbol seiner Herrschaft das Löwenstandbild vor Burg Dankwarderode in Braunschweig.

1176 Heinrich der Löwe verweigert Kaiser Friedrich die Gefolgschaft beim Italienfeldzug trotz Lehnspflicht und alter Freundschaft.
In der Folge verliert der Kaiser.
Die Homburger nennen sich "nobiles" (Edelherrn).
Am 1. Dezember kommt die Homburg nach dem Sturz Heinrich des Löwen an die Hildesheimer Bischöfe, deren Oberlehensherrschaft von Kaiser Friedrich anerkannt wird.
1181 Der gesamte norddeutsche Raum wird von ununterbrochenen Kriegszügen heimgesucht damit HdL zur Rechenschaft gezogen werden soll – Dörfer und Städte werden zerstört. Kaiser Friedrich I. ächtet ihn. HdL behält nur seine Hausgüter Braunschweig und Lüneburg. 1182 geht er ins Exil zu seinem Schwiegervater, König Heinrich II. von England.
Am 21. April belehnt Bischof Adelhag von Hildesheim die Grafen Ludolf und Adolf von Dassel mit einer Hälfte der Burg, mit der anderen Hälfte die Brüder Berthold und Bodo von Homburg. Dies war die Belohnung für ihre Kaisertreue und Gegnerschaft zu HdL. 1183
Bischof Siegfried von Paderborn bestimmt, dass der
Korn- und Fleischzehnte von Arholzen für 1 1⁄2 Mark reinen Silbers an das Kloster Amelungsborn veräußert werden darf.
1186

1189 Herzog Heinrich der Löwe kehrt eidbrüchig aus England zurück, um Sachsen wieder zu erobern. Er hinterlässt dabei die „Spur des Löwen“ mit Verwüstungen u.a. von der Handelsstadt Bardowick.
Kaiser Friedrich I. Barbarossa führt den dritten Kreuzzug an, ertrinkt jedoch nach glänzendem Sieg bei Ikonion 1190 im Fluss Kalykadnus (Saleph).

1197 Kaiser Heinrich IV. stirbt. Sein Sohn Friedrich erhält als Vormund Papst Innozenz III.

1198 Deutschland bekommt zwei Könige: den 20-jährigen Staufer Philipp von Schwaben (Bruder Heinrichs VI.) und den 16-jährigen Staufer Otto von Braunschweig (Sohn H.d.Löwe).

1201 Papst Innozenz III. erhebt Otto IV. zum König.

1208 Papst Innozenz III. hat mittlerweile Philip von Schwaben zum König gemacht, der jedoch ermordet wird. Dadurch wird Otto IV. von Braunschweig erneut zum König gewählt.

1209 Otto IV. von Braunschweig wird Kaiser durch Innozenz III. 1210 wird er vom Papst gebannt, welcher mittlerweile Friedrich II. zum deutschen König ernannt hat. Otto stirbt 1218.

1209 Papst Innozenz III. löst den Blutrausch der Inquisition aus.

1213 Der Kinderkreuzzug, in Marseille von skrupellosen Reedern verschifft, endet für die meisten auf dem Sklavenmarkt Alexandrias.
Erste Apotheken in Europa.

1215 Aufstand der englischen Barone. Johann ohne Land unterzeichnet die Magna Carte (Kontrolle durch das Recht).
Der Priester Gerhard von Oldendorf (Stadtoldendorf) verpfändet die Zinsen am Zehnten von Arholzen an Bodo von Homburg. 1220 König Friedrich II. wird von Papst Honorius III. zum Kaiser gekrönt.
Ritter Eike von Repkow zeichnet das Gewohnheitsrecht auf und schreibt damit das erste deutsche Gesetzbuch, den Sachsenspiegel.

1225 Der hochgebildete Kaiser Friedrich II. veranstaltet einen Mathematikwettbewerb.
Sieger Leonardo Fibonacci verhilft dem indisch-arabischen Zahlensystem in Europa zum Durchbruch.
Eine Fehde zwischen den Homburgern auf der einen, den Grafen von Spiegelberg‚ Edelherren von Hohenbüchen und Gottfried von Eitzum auf der andern Seite, veranlassen Kaiser Friedrich II. die Beilegung der das ganze umliegende Gebiet verwüstenden und sogar die Sache des bevorstehenden (fünften) Kreuzzuges gefährdenden Feindseligkeiten zu fordern. Der Herzog von Braunschweig erhält die Friedensvermittelung. Die Spiegelberger verlieren ihren Stammsitz und Teile des Amtes Lauenstein. 1226 Der Deutsche Ritterorden erhält von Friedrich II. den Auftrag, die Aufstände im deutsch-polnischen Grenzgebiete zu beherrschen und zu missionieren.
Edelherr Bodo der Jüngere wird durch den Grafen Konrad von Everstein ermordet. 1228

1235 König Heinrich VII., Sohn von Kaiser Friedrich II., wird von Friedrich abgesetzt, weil er die deutschen Fürsten wegen Selbstbereicherung wiederholt gegen sich aufbringt.
Die Homburger besitzen die Burg Spiegelberg (erobert). An dem strategischen Platz (Ithquerung, gleichzeitig Mitte von Ober- Unterbörde) erbauen sie kurz darauf die Lauenburg. 1238

1241 Deutschland wird vor dem Einfall der Mongolen durch den Tod ihres Großkhans Ügedei verschont.
Heinrich von Homburg erwirbt die Siedlung Werthere (Werder) vom Kloster Corvey, und benennt den Ort in Insula Bodonis (Bodenwerder) um. 1245 Kaiser Friedrich II. wird von Papst Innozenz IV. als Ketzer für sein Freidenkertum abgesetzt. Innozenz initiiert auch einen Mordplan, der im letzten Augenblick verhindert wird.
In Eschershausen wird als Rechtspfleger Heinrich von Brak, advocatus in Eskereshusen, genannt. 1246
Die Dasseler Hälfte der Homburg fällt an das Stift Hildesheim zurück und wird an die Edelherren von Homburg als Lehen gegeben, die sich nun Grafen von Homburg nennen. 1247
Das Schloss Lauenstein halten die von Homburg als Lehen vom Stift Gandersheim. Sie übertragen es dem Herzog Otto d. Kind und bekommen es als Lehen zurück.
Heinrich von Homburg überträgt die Burg Lauenstein dem Herzog von Braunschweig und bekommt sie als Lehen zurück.
1247

1250 Kaiser Friedrich II. stirbt. Es folgen König und Gegenkönige, der Landfrieden hält nicht mehr, schließlich bricht das Interregnum an, die kaiserlose Zeit des Faustrechts.
Am 24. Januar erhält Stadtoldendorf in einer Urkunde durch Heinrich von Homburg die Stadtrechte. 1255 Die Zeit von 1250 bis 1500 wird das Spätmittelalter genannt.
Ritter Heinrich, Herr in Homburg, schenkt dem Kloster Kemnade vier Hufen Land. 1256
Heinrich von Homburg schenkt dem Kloster Amelungsborn die Hälfte des Zehnten von Negenborn für das Seelenheil seiner Gemahlin Mathildis. 1257
In einer Urkunde zur Burg wird zwischen Großem und Kleinem Everstein unterschieden: „castrum Everstein maius“.
Seit diesem Jahr besitzen die Herzöge von Braunschweig die Stadtvogtei in Höxter und leiten daraus das wichtige hohe Recht zur Halsgerichtsbarkeit ab, dürfen also Todesurteile aussprechen.
1265

1273 Rudolf I. von Habsburg wird deutscher König u.a. nachdem er drei seiner sechs Töchter den Herzögen von Bayern, Sachsen und dem Markgraf Brandenburg versprochen hatte.
In einer Urkunde verglich sich Friedrich Schericke mit den Mönchen von Amelungsborn um Güter in Greene.
Die Urkunde war in Stadtoldendorf als civitas = Stadt ausgestellt. Lange Zeit war dies die einzige Urkunde in der Stadtoldendorf als Stadt genannt wurde.
1281

1282 In Sizilien endet die Herrschaft des franz. Karl I. im Blutrausch mit der Ermordung sämtlicher 8000 Franzosen in Palermo, genannt die „Sizilianische Vesper“.
Die Eversteiner Grafen verlieren ihre Stammburg auf dem Bergrücken Everstein bei Negenborn durch eine Belagerung an den Welfenherzog Heinrich den Wunderlichen. Danach ist Burg Polle Ihre Stammburg. 1284
Am 29. Januar erhält Bodenwerder in einer Urkunde durch Heinrich von Homburg ihre Stadtrechte. 1287

1290 König Rudolf I. sichert den Landfrieden, indem er 66 Raubritterburgen schleifen und 29 Landfriedensbrecher hinrichten lässt.

1295 Marco Polo kehrt mit seinen Eltern von der Asienreise zurück.
Am 1. Februar überträgt der Ritter Bodo von Homburg Güter in Naensen, die er von Aschwin von Oldendorpe gekauft hat, an das Kloster Amelungsborn. 1298
Stadtoldendorf hat bereits sicher einen Stadtrat, denn aus der Bürgerschaft stammt der Stadtvogt Konrad Koilhase. 1299

1300 Erste Brillen sind als Lesehilfe nachweisbar.
Am 9. Februar belehnt Margarete, Äbtissin in Gandersheim, den Herrn Bodo von Homburg mit zwei vom Grafen Otto von Everstein eingeräumten Hufen in Dhedenisse. 1304
Am 15. Februar bestätigt der Ritter Bertold von Oldershausen einen Vertrag, durch den, in Gegenwart des Bischofs von Hildesheim, Misshelligkeiten zwischen dem Herrn Bodo von Homburg und dem Ritter Lippold von Rössing beigelegt worden. 1305
Die Burg Greene wird von den Homburger Grafen zur Sicherung der Ostgrenze ihrer Herrschaft erbaut. Greene ist auch der Vorort des Archidiakonats im Erzbistum Mainz. 1306

1308 Heinrich VII. Graf von Luxemburg wird zum deutschen König gewählt und 1312 zum Kaiser.
Am 5.Mai verabreden sich Hermann von Pyrmont und Heinrich von Homburg über die Heirat ihrer Kinder. 1314 Erneut zwei Gegenkönige: Wittelsbacher Ludwig IV. der Bayer und Friedrich der Schöne von Österreich. Ludwig geht 1322 siegreich vom Platz.
Am 20. Januar belehnt der Edelherr Heinrich von Homburg die Gemeinde von Lüthorst „vor öhren groten“ Schaden, welchen sie durch Feuer und Brand erlitten hatten, mit allen Wüstungen im Gerichte Lüthorst, nämlich Reckhardessen, Hartingensiek, Palkgrasse, Hagenvorde, Bruense, und Portenhagen mit deren Holz, Äckern, Weiden, Triften, Schäfereien, Mast und Hude. 1319
Am 9. August gibt Hartwig von Brukken (Breuhe) sein Zahlungsversprechen an Heinrich und Bodo, Edelherren von Homburg wegen des ihm von den Herrn von Homburg verkauften Dorfes Rott (tho den Rode). 1323
Am 25. März verkaufen Heinrich und Bodo von Homburg das Dorf Rott (tho den Rode) für 140 Hildesheimer Silbermark an Hartwig von Breuhem und übertragen es ihm und seiner Frau Berte als Leibgedinge zu Lehen.
Am 8. November verkauft Graf Ludwig von Everstein den edlen Herren Heinrich und Bodo von Homburg und Gebrüdern seinen Teil des Dorfes Rühle und des Voglers.
1324
Am 12. Dezember erklären Johannes Bertrammi und Eckehard vor dem Tor (ante Valvam), Bürger in Dassel, dem Edelherrn Heinrich von Homburg, dass ihre Verwandten Heinrich, Johann und Konrad Becker die Güter, die sie von Homburg zu Lehen tragen, zurückgeben. 1331
Am 6. Januar gehen Heinrich, Bodo und Siebert, Edelherren von Homburg: Heinrich und Gottschalk, Edelherren von Plesse, und Konrad und Ludwig von Rosdorf einige Ehepakte ein. 1335
Am 8. September geloben Graf Hermann von Everstein und sein Sohn Otto dem Junker Siegfried zu Homburg, seinem Vetter Bodo, Propst auf dem (Moritz-)Berge bei Hildesheim und seinem Bruder Bodo: Nach vollzogener Heirat Ottos mit Siegfrieds Tochter werden sie binnen Jahresfrist 150 Mark bremischen Silbers zur Leibzucht aussetzen und ein Schloss als Witwensitz bestimmen. Die Hochzeit kann geschlossen werden, wenn die Tochter zwölf Jahre zählt. 1339 1337 Beginn des Hundertjährigen Krieges England / Frankreich u.a. um die Thronfolge, bis 1453.
Am 10. August verkaufen Bodo von Homburg, Propst des Klosters Moritzberg bei Hildesheim, und die Brüder Siegfried (Syfert) und Bodo, Edelherren von Homburg, dem Rat und der Gemeinde von Bodenwerder ihre Mühle nahe der Stadtmauer oberhalb der seichten Flussstelle (upper lake) mit allem Zubehör und geben ihnen das Recht, die Mühle an den Fluss zu verlegen und dort gegenüber den Linden to Rene (Wüstung rechts der Weser bei Bodenwerder) ein Wehr zu errichten. Die Mühle soll unter Stadtrecht stehen, als ob sie in der Stadt selbst läge.
Die Homburger erhalten 2 Hufen Land bei Eschershausen im Umtausch für 2 Hufen Land bei Stadtoldendorf, welche sie dem Kloster Amelungsborn übereigneten.
1340
Am 11. November erklären die Brüder Siegfried (Syvert) und Bodo (Bodhe), Edelherren von Homburg, dass jeder, der den Frieden des freien dreitägigen Bartholomeus- und Gallusmarktes (vrye kermiss) in Bodenwerder durch Tätlichkeiten bricht, ihnen den Friedensbruch mit 10 Pfund bezahlen muss, außer bei Totschlag und Verwundungen durch eine egghetoywe (scharfes Gerät). 1341
Am 15. Juni einigen sich die Edelherren Siegfried und Rudolf von Homburg, Heinrich, Konrad und Miliges von Hallensen über Land und eine Mühle in Amelsen. 1345

1346 Karl IV. von Böhmen wird zum deutschen König gewählt. Bevor Kaiser Ludwig IV. richtig eingreifen kann, stirbt er in München bei einer Bärenjagd.

1347 Ganz Europa wird von der Pest heimgesucht. Bis 1352 sterben ca. 25 Millionen = ein Drittel der Bevölkerung.
Am 10. August hat Abt Dietrich von Corvey mit Junker Siegfried, Herrn zu Homburg, vereinbart, auf Lebenszeit Frieden zu halten. 1348
Am 27. März sichern Siegfried von Homburg der Ältere, Heinrich Dovendeghe und dessen Söhne Johann und Heinrich, der Frau von Heinrich Dovendeghes des Jüngeren einen Hof und 2 1/2 Hufen in Hehlen als Leibzucht zu. 1350

1354 König Karl IV. der „Kaufmann auf dem Königsthron“ wird in Rom zum Kaiser gekrönt.
Eine wesentliche Abrundung ihres Territoriums erhandeln die Homburger durch Kauf der kleinen Herrschaft Hohenbüchen. 1355

1358 Die seit längerem bestehenden Kaufmannsbünde nennen sich erstmals „Städte von der deutschen Hanse“.
Siegfried von Homburg hat die Burgen Greene, Lauenstein, Wohldenstein nebst mehreren Dörfern von Gandersheim zu Lehen. 1360
Am 4. April schließt Albrecht Herzog von Braunschweig-Lüneburg mit Junker Siegfried, Herrn zu Homburg, seinem Schwager, und dessen Sohn Heinrich ein Bündnis für drei Jahre. 1366
Heinrich hat zusammen mit Herzog Albrecht von Grubenhagen den Subdiaconus Berthold Proyt eingekerkert. Heinrich muss in den Bann, von dem er erst 1376 wieder erlöst wurde. 1370 Nachdem Fürst Wilhelm II. von Lüneburg im Vorjahr ohne männliche Nachkommen gestorben ist, erlosch das ältere Haus Lüneburg. Gemäß den welfischen Hausgesetzen wäre der Braunschweiger Herzog Magnus II. Torquatus erbberechtigt. Kaiser Karl IV. betrachtet das Reichslehen jedoch als ans Reich zurückgefallen und belehnt Albrecht von Sachsen-Wittenberg und dessen Onkel Wenzel mit dem Fürstentum, wodurch der Lüneburger Erbfolgekrieg ausgelöst wird.
Heinrich überfällt für den Herzog Magnus d. J. v. BS zusammen mit Braunschweigischen und Lüneburgischen Rittern die Stadt Lüneburg. Der Überfall missglückt, Heinrich et.al. wird bis zum 3.Nov. 1373, nach dem Tode Herzog Magnus und nachdem er Herzog Albrecht zu Sachsen Friede gelobt hat, gefangen gehalten. 1371
Am 5. September quittieren Hildeburg, Witwe Bertolds von Brak, und ihre Tochter Elisabeth, Siegfried von Homburg, den Empfang von zehn Mark Silber. Er hat damit die Hälfte des Gutes in Becheym abgelöst. 1372
Am 6. Juli gelobt Heinrich, Herr zu Homburg, den Herzögen Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen und Lüneburg, sich zum Einlager zu stellen, sofern die Herzöge oder der Rat der Stadt Lüneburg ihn nicht aus dieser Pflicht entlassen.
Am 18. November bezeugt Albrecht, Herzog zu Sachsen und Lüneburg, dass der Edle Heinrich von Homburg ihm im Krieg gegen Herzog Magnus keinen Frieden gelobt hat.
1373
Am 7. Mai schwört Heinrich, Edelherr von Homburg, wegen seiner Gefangenschaft in Lüneburg den Herzögen Wenzeslaus und Albrecht zu Sachsen und Lüneburg Urfehde. 1374
Am 21. September einigt sich der Rat in Hameln mit den Edelleuten Siegfried und Heinrich zu Homburg, dass sie drei Jahre lang Pfennige bestimmter Prägung schlagen lassen können. 1375
Am 25. April weist der Kardinalpriester Johannes den Bischof von Paderborn Heinrich an, den Herzog Albrecht von Braunschweig-Lüneburg (Erzdiözese Mainz) und den Edelherrn Heinrich von Homburg (Diözese Paderborn), die den Subdiakon Bertold Proyt aus der Diözese Paderborn aus der Gefangenschaft entlassen haben, nun von der Exkommunikation zu befreien. 1376 Als Schutz gegen Fürstenwillkür wird der Schwäbische Städtebund gegründet. Kaiser Karl IV. erleidet zwei empfindliche Niederlagen gegen den Bund.
Am 13. Mai haben Jutta von Stalberg, Äbtissin, Mechthild von Querfurt, Priorin, Gerburg von Schraplau und der ganze Konvent der Kirche Neu Helfta vor Eisleben dem Grafen Siegfried von Homburg gedankt, dass er ihnen durch Walther von Dorstadt und Hermann von der Gowische die Reliquien der Märtyrer zurückgegeben hat. 1378 Tod von Kaiser Karl IV. Sein Sohn Wenzel folgt auf den Königsthron.
Siegfried, der Vater des letzten Homburgers, wird in Kemnade begraben. Seine Gattin bekommt als Witwenrente Greene und heiratet 1414 den Herzog Otto von Grubenhagen, von dem sie sich aber bald wieder trennt und ihre Zuflucht zu dem Bischof von Hildesheim nimmt. Sie stirbt 1430 und ist im Hildesheimer Dom begraben. Siegfried kommt von allen Homburgern am längsten und am meisten in Urkunden vor, seit 1330 fast in jedem Jahr. 1380
Am 17. Oktober schwört Friedrich von Padberg (Altes Haus) der Jüngere, dem Siegfried von Homburg und dessen Söhnen Heinrich, Gebhard und Borchard Urfehde.
Edelherr Heinrich von Homburg mit seinen Brüdern Gebhard und Borchard stiften zum Seelenheil ihrer Eltern und Familie die Vikarei von Lüerdissen und statten sie mit Pfarrgut aus.
1382
Heinrich verspricht seiner Schonette 6 Mark aus den Einkünften des Bruchhofes für ihr 'Nadelgeld'. 1384
Am 6. Dezember bekennen Heinrich und Gebhard von Homburg, dass sie dem Rat und den Bürgern von Bodenwerder 90 Mark lötigen Silbers schuldig sind und setzen das Waldstück (dat Ekholt) zwischen Bodenwerder und Hehlen inklusive Felder und Wiesen zum Pfand aus.
Heinrich und Gebhard von Homburg verpfänden Holtensen mit allem Zubehör, dem Feld-, Hopfen- und sonstigen Zehnten und den Leuten gegen die Pfandsumme von 250 Mark lötigen Silber Einbecker Währung an Albert Stich aus Stadtoldendorf.
1385
Heinrich von Homburg zieht im Bunde mit Herzog Otto dem Quaden († 1394), dem Abt Bodo von Corvey, dem Landgrafen von Thüringen und anderen Herren gegen Göttingen und werden zwischen Grone und Rostorf vollständig besiegt. 1387
Am 1. September verbünden sich Bernhard und Heinrich, Herzöge von Braunschweig-Lüneburg mit dem Edelherrn Heinrich von Homburg für vier Jahre. 1388 Der Schwäbische Städtebund unterliegt einer Fürstenübermacht.
Heinrich von Homburg, Otto der Quade (der Böse), der Abt von Corvey und Graf Hermann von Everstein liegen in Fehde mit den Edelherren von Lippe, wobei deren Stadt Holzminden erobert wird. Otto der Quade erhält ein Viertel der Stadt Holzminden. 1389
Aufgefordert durch Friedrich, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, erkennen Bischof Ruprecht von Paderborn, Hermann Landgraf zu Hessen, Otto Graf zu Schaumburg und Holstein, Heinrich der Jüngere Graf zu Hohnstein, Burchard Edler von Schöneberg, Gottschalk Herr zu Plesse ... für Recht, dass Herr Heinrich von Homburg die Ablösung des Schlosses Everstein zulassen muss. 1392
Heinrich und Gebhard, Brüder, Herren zu Homburg verbünden sich am 23. Mai mit den Herzögen Bernhard und Heinrich von Braunschweig-Lüneburg und am 14. Juni mit Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg auf Lebenszeit. 1392
Heinrich von Homburg besitzt ein Viertel von Holzminden. 1393

1396 In Köln endet die Alleinherrschaft der Patrizier im Stadtrat durch Aufnahme der Zünfte.
Am 31. Oktober verbünden sich Heinrich Herr zu Homburg und sein Erbe und Schwager, Moritz Graf zu Spiegelberg, mit Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg für sechs Jahre. 1397
Am 13. Dezember erklärt Heinrich Herr zu Homburg, falls Siegfried Ravenshagen stirbt, seine Frau Hilleke Wokers ihn aber überlebt, sie im Besitz des Hofes in Wallensen bleibt, bis der Herr zu Homburg ihr 20 Mark bodenwerderscher Währung auszahlt. 1398
Am 25. Februar erlassen Heinrich Edelherr zu Homburg und der Rat der Stadt Bodenwerder eine Zunftordnung für das Amt der Bäcker in Bodenwerder.
Am 12. Juli einigen sich Ernst (Küster), Hermann (Schulmeister), und das Kapitel zu St. Alexander in Einbeck mit Herrn Heinrich zu Homburg gütlich über den Schaden, den dieser wegen Ludolf von Echte dem Stift zugefügt hat.
1400
Am 30.Oktober macht Johann Erzbischof von Mainz, seinen Schwager Heinrich vom Homburg, zum mainzischen Burgmann auf Rusteberg; zu Burglehn erhält er jährlich sechs Fuder Wein. 1403
Die Eversteiner Erbfolgekriege beginnen und enden 1407. 1404
Am 5. Juni ist Schonette von Nassau, Frau von Homburg mit ihrem Gemahl, dem Edelherrn Heinrich von Homburg, überein gekommen, dass dieser ihre Schulden bezahlen und ihr eine jährliche Rente aus Gütern und Guthaben in Hemmendorf, Wallensen und Lüthorst aussetzen wird. Sie verzichtet dafür auf ihre bisherigen Einkünfte aus der Herrschaft Homburg. 1404
In einem Brief von Erich Herzog von Braunschweig-Lüneburg, an den Edelherrn Heinrich zu Homburg schreibt dieser: Sein Kaplan, Floreke von Hüpede, hat sich über Äußerungen des Edelherrn beschwert, die dieser hinter seinem Rücken getan hat, als Floreke in Einbeck mit Heinrich und dem Bischof von Hildesheim verhandelte. Heinrich möge davon Abstand nehmen oder den Rechtsweg beschreiten. 1406
Die Gefangennahme des Herzogs Heinrich von Braunschweig am Hamelner Ohrberg mit Lösegeldforderung bewirkt Reichsoberacht und Kirchenbann für die Eversteiner. Daraufhin wird Burg Polle am Ostermorgen 1407 von den Söldnerscharen der Braunschweiger Herzöge eingenommen und schwer verwüstet. 1407
Am 4. Dezember belehnt Äbtissin Sophia von Gandersheim in einem Anwartschaftsbrief den Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg und seinen Sohn Wilhelm mit den heimgefallenen Gütern des Edelherren Heinrich von Homburg mit der Hälfte des Schlosses Homburg, Schloss Lauenstein, Schloss Greene, den Dörfern Gerzen, Hemmendorf, Schwachhausen, Goderdessen, Oldendorf und Steynhusen sowie zwei Hufen Land in Spiegelberg, ausgenommen die Vogtei in Brüggen. Das Stift Hildesheim soll abgefunden werden. 1409
Das Ende der Homburger: am 11./12. November stirbt Heinrich von Homburg, der letzte männliche Nachkomme des Geschlechts eines natürlichen Todes. In den 300 Jahren ihrer Herrschaft waren sie nur für 50 Jahre (nach dem Mord 1228) in Feindschaft mit ihren Nachbarn den Eversteinern. 1409 In diesem Jahr gibt es drei Päpste.
Am 20. Oktober macht Heinrich sein zweites Testament, in dem er Herzog Bernhard von Braunschweig-Lüneburg zum Erben der Herrschaft Homburg mit Stadtoldendorf und Hohenbüchen, und mit den Burgen Lauenstein und Greene als Gandersheimisches Lehen einsetzt.
Zudem soll Hermann Bock von Nordholz aus dem Bann gelöst werden, Heinrichs Gemahlin Schonette soll ihre Leibzucht sogleich erhalten.
Die Grafschaft Homburg umfasste Greene, Lüthorst, ging über den Ith und Hils bis Hohenbüchen, Lauenstein und Frenke. Mit Stadtoldendorf als Hauptstadt, Bodenwerder, Eschershausen und Wallensen.
1409
Am 25.Mai einigt sich Schonette von Nassau und Saarbrücken, Witwe des Edelherrn Heinrich zu Homburg, mit Herzog Bernhard von Braunschweig-Lüneburg bzw. dessen Sohn Otto über die Schlösser Greene und Lüthorst (Luthressen) sowie die Grafschaft Hohenbüchen, die zusammen ihre Leibzucht bilden. Die Herzöge zahlen ihr jährlich zu Weihnachten 100 Rheinische Gulden in Gold und versprechen, sie in ihrem Besitz zu schützen. Nach ihrem Tod soll dieser den Herzögen überantwortet werden. Für den Inhalt des Abkommens verbürgt sich Graf Philipp zu Nassau und Saarbrücken, Schonettes Bruder. 1410 Die Expansionspolitik des Deutschen Ordens endet mit der Niederlage gegen die Polen und Litauer in der Schlacht bei Tannenberg.
Am 18. Juli versprechen Bischof Johann von Hildesheim, Detmar (Dompropst), Wilhelm (Dekan), Albrecht (Lektor) und das ganze Kapitel der Schonette von Nassau und Saarbrücken, der Witwe Heinrichs von Homburg, sie im Besitz ihrer Leibzuchtgüter zu beschützen. Falls sie erneut einen Mann zur Ehe nimmt, soll der geloben, dass er die genannten Güter nach ihrem Tod der Hildesheimer Kirche überantworte, und dafür zehn Bürgen zu stellen habe. 1414

1438 Der Habsburger Albrecht II. wird deutscher König. Er stirbt 1439 bei der Rückkehr von einem Kriegszug gegen die Türken.
Am 6. Januar bestätigt Bischof Magnus von Hildesheim, dass er, um die Pfandsumme für den Teil der Herrschaft Homburg, den die Herzöge Otto und Friedrich von Braunschweig-Lüneburg dem Hochstift verpfändet haben, aufzubringen, ein Darlehen über 3.000 Rheinische Gulden vom Domkapitel erhalten hat. 1439

1440 Der Herzog von Steiermark, Kärnten, Krain und Görz, der Habsburger Friedrich III. von Österreich wird deutscher König.

1441 Der Schwäbische Städtebund wird erneut gegründet.

1445 Gutenberg erfindet den Buchdruck mit beweglichen Metalllettern.

1446 König Friedrich III. bleibt dem deutschen Reich bis 1471 fern. Deshalb brechen schwere Fehden zwischen Fürstenhäusern aus.
Die Homburg wird durch den Stiftsjunker des Bischofs Magnus von Hildesheim erobert, aber von Herzog Wilhelm mit Hilfe von hussitischen Söldnern, die zufällig nahebei unter Wilhelm von Sachsen gegen Soest zogen, zurückgewonnen. 1447

1452 König Friedrich III. wird als letzter deutscher König in Rom zum Kaiser gekrönt.
Die Homburg ist im Pfandbesitz der Herren von Schwicheld. 1460
Am 2. Juli gelobt Bischof Ernst von Hildesheim, dem Herzog Bernhard von Braunschweig-Lüneburg, den Vertrag über die Verpfändung der Herrschaft Homburg vom 26. Mai 1433 in allen Punkten zu halten. Dieser Vertrag wird am 22. Februar 1470 nochmal erneuert. 1461
Die Homburg wird durch den sächsischen Städtebund, der sich gegen Herzog Wilhelms Söhne vereint hatte, belagert, aber nicht eingenommen. Die Dörfer der Umgegend gehen wie üblich in Flammen auf. 1466 Das Raubrittertum drangsaliert die Bevölkerung. Viele Dörfer fallen wüst.
Am 5. Oktober erklärt Johann, Graf zu Spiegelberg, dass Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg ihm für eine Schuld von 2.305 Rheinische Gulden das Schloss Homburg verpfändet habe. 1470

1487 Papst Innozenz VIII. gibt den Hexenhammer heraus. Höhepunkt der systematischen Frauenverfolgung erst im 16. und frühen 17. Jahrhundert.
Papst Innozenz VIII. vereinigt die Kirche und Pfarrgüter von Stadtoldendorf mit dem Kloster Amelungsborn. 1491

1492 Wiederentdeckung von Amerika durch Christoph Columbus. Erstentdecker war Leif Erikson im Jahre 1000.
Burg Everstein wird auf Veranlassung des Klosters Amelungsborn und unter Zustimmung des Herzogs geschleift. 1493 Erste Bauernerhebung im Elsass unter dem Bundschuhbanner.

1493 Tod Kaiser Friedrich III. Thronnachfolger ist sein Sohn Maximilian I.

1495 Der Reichstag zu Worms errichtet mit dem Reichskammergericht die erste vom Kaiser unabhängige Reichsbehörde.
Die Herzöge Heinrich der Ältere und Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg versuchen erneut, die homburgischen Besitzungen vom Bistum Hildesheim loszulösen. 1498 Zwischen Gotik und Barock entwickelt sich im 14. und 15. Jahrhundert die Renaissance. Das Spätmittelalter endet hier.

1511 Der Humanismus verbreitet sich als Geistesströmung in Deutschland.

1513 Dritte Bundschuherhebung der Bauern – unter Joß Fritz im Elsass.

1516 Das erste deutsche Lebensmittelgesetz wird in Bayern erlassen: das Reinheitsgebot der Bierbrauer.

1516 Kaiser Maximilian I. erlässt das Postmonopol für Thurn und Taxis.

1517 Der spätere Kaiser Karl V. vergibt das Monopol für den Sklavenhandel Richtung Amerika an flandrische Handelsunternehmer.

1517 Die Reformation beginnt: Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel (Gnade ist nicht erkaufbar, sondern nur schenkbar).

1517 Erneute Bundschuherhebung der Bauern unter Joß Fritz am Oberrhein.
Die drei Söhne des BS Herzog Wilhelm d. J., nämlich Heinrich der Jüngere, der Mittlere, der Ältere kriegen sich um die Erbschaft von 1495 bzw. die Verpfändungen von 1433, endlich so in den Zwist, dass die sog. Stiftsfehde von 1519 bis 1522 blutigen Ertrag bringt. Erst 1633 kann der 200-jährige Konflikt beendet werden. 1519 Nach dem Tod seines Vaters Kaiser Maximilian I. wird Karl V. Kaiser von Deutschland. Er ist auch gleichzeitig König Karl I. von Spanien und somit Herrscher eines „Weltreiches“.
Beginn der ersten Weltumsegelung durch Magellan.

1524 Aufgrund ihrer sozialen Notlage bricht der deutsche Bauernkrieg gegen die Herrschenden in Schwaben, Franken, Tirol, Salzburg, Elsass, Thüringen aus. Ein Jahr später ist er höchst blutig gescheitert.
Das Zisterzienserkloster Walkenried wird während der Bauernkriege zerstört. 1525 Das einstmals stolze Rittertum ist kraftlos geworden, es hat mit dem Aufkommen der Feuerwaffen jeden militärischen Wert verloren.
In der Herrschaft Homburg wird die letzte Landesgohe (Gericht) in Brockensen abgehalten. Nur das Hägergericht verblieb dem Adel.
Das zukünftig Gericht haltende Amt Wickensen taucht erstmals urkundlich als 'Neden-Homborg' auf.
1529

1530 Karl V. wird in Bologna zum Kaiser gekrönt. Es ist die letzte Kaiserkrönung in Italien – der Papst hat seine Großmachtstellung in der Politik eingebüßt.

1532 Unter Kaiser Karl V. tritt die Halsgerichtsordnung Constitutio Criminalis Carolina in Kraft, die die Zuziehung von Ärzten bei gewaltsamen Todesfällen erzwingt und auch die Folter als Ermittlungsmethode vorsieht.
Die Homburg wird vom Amtmann Wilken Klenken von 1510 bis 1535 bewohnt.
Danach wird die Burg wegen ihrer militärischen Bedeutungslosigkeit und ihrer schwer zugänglichen Lage aufgegeben.
1535
Viele Steine der Homburg werden beim Bau des Amtshauses in Wickensen, welches die herrschaftlichen Aufgaben übernimmt, verwendet. Es entsteht ein stattliches Anwesen mit Wassergraben und Zugbrücke. Als bedeutendstes im BS Weserdistrikt ist es meistens mit einem Oberamtmann besetzt. 1542 Die Reformation wird im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel mit dem Eindringen der schmalkaldischen Truppen eingeführt.
Erst in diesem 16. Jahrhundert wird der Solling dem Verkehr und der Besiedlung erschlossen. 1543 Kopernikus sieht die Sonne, nicht die Erde als Mittelpunkt des Kosmos.
Burg Greene wird durch Graf Volrad von Mansfeld zerstört, aber von den braunschweigischen Herzögen wieder aufgebaut. 1553

1572 Ausgelöst durch religiöse Spannungen und politische Machtsicherung sterben bei der Bartholomäusnacht rund 15000 Protestanten (Hugenotten) in Frankreich. Dies führte 1946 u.a. zur vollständigen Trennung (Laizität) von Staat und Kirche.
Wickensen ist mit 1 Stadt, 1 Flecken, 2 Klöstern, 5 adligen Höfen und über 900 Hausstellen in 35 Dörfern das weitaus reichste Amt in den Weserlanden. 1589 Kartoffeln, Tabak und Kakao treten in Europa ihren Weg als Handelsgut an. In der Stadt Braunschweig werden Erdtuffeln zuerst im Jahre 1753 unter den Gartenfrüchten erwähnt.
Kloster Amelungsborn erhält seinen hölzernen, in strenger Einfachheit gehaltenen Turm durch Abt Vitus Buch. 1598

1608 In den Niederlanden wird das Fernrohr erfunden.
Aufgrund der großen Kälte bittet der Stadtoldendorfer Rat den Abt von Amelungsborn um Erlaubnis, Malz in der Duhnemühle schroten zu dürfen. 1609

1618 Der Dreißigjährige Krieg über Macht und Religion beginnt mit dem Prager Fenstersturz und wütet, bis der Westfälische Friede 1648 alle Konflikte zusammenbindet. In Teilen Süddeutschlands überlebt nur ein Drittel der Bevölkerung.
Während des Dreißigjährigen Krieges verheeren die schwedischen und Tilly'schen Heere die Gegend so sehr, dass 100 Jahre für den Wiederaufbau ins Land gehen. 1625
Nach dem Tode Herzog Friedrich Ulrichs im Jahr 1634 kommt in der lüneburgischen Erbteilung die homburgische Herrschaft endgültig an das Haus Braunschweig-Wolfenbüttel mit Ausnahme der Ämter Wallensen, Lauenstein, Lüthorst und der Stadt Bodenwerder, welche an Celle fallen. 1635

1650 Otto von Guericke erfindet die Luftpumpe (Magdeburger Halbkugel).
In Stadtoldendorf fordert die Pest in 13 Wochen 22 Tote. 1657

1675 Leibniz und Newton rechnen erstmals mit unendlichen Zahlen.

1682 Der Engländer W. Harvey entdeckt den Blutkreislauf.
Burg Greene wird auf Befehl der Braunschweiger Herzöge Rudolph August und Anton Ulrich verlassen und teilweise abgebrochen. 1694

1712 Thomas Newcomen erfindet die erste verwendbare Dampfmaschine zur Wasserhebung in Bergwerken.
Stadtoldendorf wird erstmals als Garnisonsstadt für eine Dragoner Kompanie erwähnt. 1721
Eine durch Klosterschüler von Amelungsborn gemachte Lotung des Brunnens auf der Homburg mit einer rund 100 m langen Schnur mit Bleikugel ergab, dass der Brunnen eine größere Tiefe hatte, da das Lot die Wasseroberfläche nicht erreichte. 1740 Pockenepidemie in Europa.
Oberjägermeister v. Lange begründet die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, nachdem er u.a. die erste Glashütte in Grünenplan errichten ließ. 1747
Erneut verheert ein Krieg, diesmal der Siebenjährige, die Gegend. 1756 Preußen, Habsburg und Russland kämpfen bis 1763 um die Vorherrschaft in Mitteleuropa.

1762 Jean-Jacques Rousseau entwirft ein demokratisches Idealbild.
Die 1744 in Holzen begonnene Glasproduktion endet. 1768

1776 Unabhängigkeitserklärung der 13 Vereinigten Staaten (USA).

1783 Mit der Montgolfière erhebt sich das erste Ballonfahrzeug in die Luft.

1789 Die Französische Revolution beginnt und endet 1791 mit der ersten bürgerlichen Verfassung.

1792 Erster Koalitionskrieg gegen Napoleon bis 1797.
Es folgen bis 1814 fünf weitere Kriege bis Napoleon besiegt wird. Napoleon *1769 +1821
Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen stirbt in Bodenwerder (*1720). 1797

1803 Alle Bistümer verlieren ihren Status als weltliche Fürstentümer und 'sinken' zu rein kirchlichen Verwaltungsbezirken herab.

1804 Der 1783 in Neuhaus geborene F.W.A. Sertürner erfindet das Morphium.
Mit der napoleonischen Fremdherrschaft (1807-1813) und der Gründung des Königreiches Westfalen verliert das Amt Wickensen seinen Status. 1813 Die Vernichtung der napoleonischen Großen Armee in Russland entflammt den nationalen Widerstand in Europa gegen Frankreich.
Eschershausen bekommt vom Herzog Wilhelm bestätigt, dass es seit langem (mindestens seit 1630) städtische Gerechtsame halte, und somit auch als Stadt gelten solle. 1833

1834 Der Deutsche Zollverein wird gegründet – Vorläufer der politischen Einigung und Industrialisierung.

1839 Die Photographie wird erfunden.

1840 In Frankreich wird das metrische System verbindlich.

1848 Deutsche (März-) Revolution zur Errichtung eines demokratischen deutschen Nationalstaats – bis 1849.

1858 Darwin veröffentlicht „Über die Entstehung der Arten“ und setzt einen Wendepunkt für die Biologie.
Der Braunschweiger Herzog baut die Eisenbahn von Braunschweig nach Altenbeken, was zum wirtschaftlichen Aufschwung in unserer Region führt. 1865 Die USA beendet die Sklaverei.

1871 Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870 wird das zweite deutsche Kaiserreich mit Wilhelm I. und Bismarck als Reichskanzler gegründet.
Gymnasialdirektor H. Dürre beginnt seine Veröffentlichungen der archivalischen Quellen zur Homburg, Amelungsborn, Kemnade etc. Er übersetzt, stellt logisch richtig und sichert die Geschichte für die nächsten Generationen. 1876
Große Teile der Homburg werden freigelegt und Ausgrabungen durchgeführt. Finanziert durch das Herzogl. Staatsministerium, Landkreis, Sollingverein, Stadtoldendorf und Bürger. 1897 Marconi entwickelt den Sprechfunk.

1914 Erster Weltkrieg bis 1918.

1918 Die Spanische Grippe fordert weltweit 25 bis 50 Millionen Leben.

1929 A. Fleming erfindet das Penicillin.
Die Brennerei des Amtshofes in Wickensen wird 1935 abgerissen. Durch den Reichsarbeitsdienst wird mit diesen Steinen der Bergfried der Homburg neu aufgebaut.
Somit wandern die 1542 von der Burg heruntergeholten Steine wieder hinauf.
1936

1939 Zweiter Weltkrieg bis 1945.
In Grünenplan beginnen archäologische Ausgrabungen eines mittelalterlichen Glashüttenplatzes. 1969
Archäologe C. Leiber weist die Glaserzeugung auch im Homburgwald nach. 1977
Die Schäden, die die Homburg seit 1982 für den Besucherverkehr gesperrt hatten, werden repariert: der Rest der inneren Füllung der letzten hohen Mauer der Homburg wird mit einer Betonbewehrung vor dem Umfallen gesichert. Turm, Treppen, Durchgänge und Fundamentreste werden repariert. 1989 Die Teilung Deutschlands in zwei Staaten wird aufgehoben.
Denkmalpflegerische Erkundungen weisen Besiedlungsreste am Homburggelände nach (Kapelle, Fischteich, Pferdestallungen, Kalkbrennöfen etc.). 2006

2007 Eine weltweite Bankenkrise stellt für Europa eine Zerreißprobe dar.
Eine lasergestützte Kartierung der südniedersächsischen Burgen erbringt sensationelle neue Detailkenntnisse zur Ausdehnung und logistischen Bewirtschaftung u.a. zur Homburg. 2008
Der Turm und Teile der Haupt- und Vorburg werden wegen fehlender Bausicherheit gesperrt. 2009
Aufgrund des zunehmenden Verfalls und des nicht absehbaren Erhaltungswillen seitens der Eigentümerin, gründet sich in Eschershausen-Stadtoldendorf, Lenne schließlich ein Förderverein. Sein Ziel ist, zusammen mit der Eigentümerin der Burg, der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, die Burgruine als Denkmal zu erhalten, wieder zugänglich zu machen und für die Region in die Touristik einzubinden. 2012
Die Räte von Eschershausen, Lenne, Stadtoldendorf bekennen sich zur historischen Bedeutung der Homburg für die Region und bestätigen das Ziel der Sicherung der Homburg.
An der Burg passiert nichts.
2013
Die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz bekennt sich während eines Kolloquium zu Ihrer Homburg.
Die Bergkuppe wird von Büschen und Bäumchen befreit.
Der Verfall der Ruine durch Witterung und Vandalismus schreitet schleichend voran.
2014
Ein höchst interessiertes Publikum verfolgt den öffentlichen Vortrag von Dr. Pischke „Homburger Herrschaftsausbau zwischen Weser und Leine im 13./14. Jahrhundert.“
An der Burg passiert nichts.
2015
Die für 2015 geplante Vermessung der Burgruine wird vom Ingenieurbüro Bergmann durchgeführt.
Mörtel wird analysiert und ein Schadensbild aufgestellt.
An der Burg passiert nichts.
2016
Ein zu planendes Symposium soll das Schadensbild diskutieren und Empfehlungen ableiten.
An der Burg passiert voraussichtlich nichts.
2017
Voraussichtlich wird ein mit den Ämtern abgestimmter Arbeitsplan verabschiedet. Darauf aufbauend werden Fördermittel beantragt, Ausgaben in Haushaltspläne hineingestellt.
An der Burg passiert voraussichtlich nichts.
2018
Es könnte sein, dass ein erster Bauabschnitt (von vielleicht fünf) angegangen wird. 2019


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